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Solarstrom vom eigenen Dach bringt gute Rendite

Stand:

Bis zu 3,4 Prozent Rendite sind mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage auf dem Hausdach möglich – mit Elektroauto sogar noch mehr.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Eine Studie kommt zu dem Ergebnis, dass eigene Solarstrom-Anlagen hohe Rendite erwirtschaften können.
  • Wer ein Elektroauto mit dem erzeugten Strom lädt, kann die Rendite sogar auf bis zu 4,7 Prozent steigern.
  • Wichtig für hohen finanziellen Ertrag sind eine große Anlage und der direkte Verbrauch des Stroms.
Montage einer Photovoltaikanlage auf dem Dach
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Sichere Geldanlagen mit Renditen von 3,4 Prozent? Was in der heutigen Zinssituation nahezu traumhaft klingt, ist für Solarstromanlagen durchaus realistisch. Diesen Wert hat jetzt die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin im Auftrag der Verbraucherzentrale NRW errechnet – für Anlagen mit 10 Kilowatt Nennleistung auf Einfamilienhäusern unter aktuellen Rahmenbedingungen. Kommt ein E-Auto dazu, können es demnach sogar 4,7 Prozent werden.

Für Hausbesitzer lohnt es sich also auch 2019, in Photovoltaik zu investieren und die Dachfläche dabei voll auszunutzen. Konto und Klima profitieren gleichermaßen. Folgende Tipps helfen dabei, mit eigenem Solarstrom das beste Ergebnis zu erzielen:

So groß wie möglich planen

Je größer, desto besser – diese einfache Regel gilt bei der Photovoltaik über weite Strecken. Und zwar nicht nur, weil größere Anlagen mehr fürs Klima tun als kleinere. Sondern auch, weil sie über die Laufzeit von 20 Jahren viel höhere Gewinne abwerfen. Sogar ein Schritt über die Grenze von 10 Kilowatt Nennleistung kann sich lohnen, obwohl dann eine ermäßigte EEG-Umlage auf selbst verbrauchten Strom anfällt. Der Schritt darf allerdings nicht zu klein ausfallen. Hier muss bei der Planung genau gerechnet werden.

Viel Strom direkt verbrauchen

Den größten finanziellen Vorteil bietet Strom vom Dach, wenn er direkt im Haus verbraucht wird. Dann spart er so viel Geld ein, wie dieselbe Menge Strom aus dem Netz kosten würde. Pro Kilowattstunde sind das durchschnittlich 26 Cent. Fließt eine Kilowattstunde dagegen ins allgemeine Netz, gibt es dafür nur rund 11 Cent Einspeisevergütung. Deshalb lautet die Devise: Strom möglichst dann verbrauchen, wenn die Sonne scheint! Wasch- und Spülmaschinen etwa sollten unter einem Solardach um die Mittagszeit laufen.

Batteriespeicher nicht als Renditebringer sehen

Batteriespeicher machen Solarstrom rund um die Uhr nutzbar. Dadurch kann mehr saubere Energie im Haus oder im E-Auto verbraucht werden. Doch die Sache hat einen Haken: Die zusätzlichen Einsparungen bei den Stromkosten werden realistisch betrachtet nicht ausreichen, um die Anschaffungskosten für den Batteriespeicher auszugleichen. Zumal mit Blick auf die Lebensdauer der Batterien nach 10 bis 15 Jahren wahrscheinlich ein Austausch des Speichers ansteht, also erneut investiert werden muss. Die Rendite einer Solarstromanlage ist mit Speicher deshalb schlechter als ohne. Unterm Strich kann nach 20 Jahren sogar ein Verlust stehen. Aus wirtschaftlicher Sicht ist ein Speicher deshalb trotz bereits deutlich gesunkener Anschaffungspreise immer noch nicht zu empfehlen. Die Batterien spielen aber für das Energiesystem der Zukunft eine wichtige Rolle. Wer heute mit einem Batteriespeicher vorangeht, investiert deshalb vor allem in das Gelingen der Energiewende.

Preisunterschiede kennen, Angebote vergleichen

Der Preis für eine Photovoltaikanlage samt Montage kann je nach Handwerksbetrieb sehr unterschiedlich ausfallen. Hier lohnt sich auf jeden Fall der Vergleich mehrerer Angebote. Denn wer überdurchschnittlich viel bezahlt, muss mit deutlich schlechteren Renditen rechnen. Hilfe bei der Prüfung von Angeboten gibt es bei der kostenlosen Energieberatung in zahlreichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW.

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